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Gute Webdesigner finden ist wie die Nadel im Heuhaufen

Webdesigner gibt es mittlerweile wie Sand am Meer! Und jeder Einzelne bereichert die Welt mit seinem Talent auf seine eigene Weise. Aber genau den Passenden zu finden ist wie die berühmte Nadel im Heuhaufen! Und nicht nur das. Webdesigner ist kein geschützter Begriff in Deutschland. Das heißt, dass sich theoretisch jeder, Webdesigner/in nennen kann, auch wenn er nicht unbedingt die richtige Qualifikation dafür mitbringt. Es gibt zwar Regeln, die den Gebrauch einschränken. Aber jemand der „nur“ eine Weiterbildung bei einer Fernschule gemacht hat, kann als Webdesigner genauso Aufträge annehmen, wie ein studierter Informatiker oder Mediendesigner.

Das macht es so schwer nur aufgrund der Bezeichnung Webdesigner zu beurteilen, ob die Umsetzung wirklich Qualität erwarten lässt.

Wo Webdesigner steht, steckt nicht immer ein „echter“ Webdesigner drin!

Aber wie weiß man jetzt als Auftraggeber, ob man einen guten und qualifizierten Webdesigner gefunden hat?

Da hilft uns zum Einstieg schon die offizielle Beschreibung bei Wikipedia. Diese sagt:

„Die Aufgabe des Webdesigners ist die Erstellung und Pflege von Websites im World Wide Web. Der Webdesigner ist dabei in erster Linie für Gestaltung, Aufbau und Nutzerführung, das heißt das Interfacedesign und die Umsetzung des Corporate Designs verantwortlich.

In größeren Internetagenturen wird der Webdesigner oftmals ausschließlich für das Layout und Design der Webseiten eingesetzt. Weitergehende Aufgaben wie beispielsweise Responsive Webdesign werden dann von spezialisierten Webentwicklern umgesetzt.

Ein wichtiger Teil der Aufgaben des Webdesigners ist es auch, den besten Kompromiss zwischen den Wünschen des Auftraggebers, den Ansprüchen der Besucher und den technischen Möglichkeiten zu finden. Ein guter Webdesigner informiert seinen Auftraggeber auch über das typische Kundenverhalten im Internet und erstellt die Seite danach.“ (Quelle: wikipedia)

Hmm… Dann ist doch alles klar, oder?!

Nein?

Ok. Du weißt jetzt, wie der Sack aussehen muss. Aber wie die Katze aussieht weißt du immer noch nicht!

An dieser Stelle muss ich dir leider schon den Zahn ziehen. Diese Definition beschreibt eine sehr seltene Katze (um mal bei dem Spruch zu bleiben). Es gibt keinen Webdesigner, der alles davon kann und macht. Sie sind zwar oft Allroundtalente, aber dennoch können sie nicht alles gleich gut! Zumindest habe ich noch keinen getroffen! Jeder Webdesigner hat Schwerpunkte. Es gibt hauptsächlich zwei Lager: die Kreativen und die Techniker!

Um also für dich den passenden Webdesigner zu finden, muss man sich die einzelnen „Arten“ von Webdesigner“ mal genauer anschauen.

Ich zeige dir einfach mal die einzelnen Schubladen, die ich bisher so kennengelernt habe.

Die kreativen Webdesigner

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Sie scribbeln, skizzieren, verlieren sich in Farbkombinationen, spielen mit Schriftkombinationen und nutzen Gestaltungsgesetze. Kurzum, die kreativen Webdesigner machen deine Website schön. Logisch! Meist haben sie einen akademischen Hintergrund oder eine künstlerisch-kreative Ausbildung hinter sich. Von ihnen bekommst du im Regelfall einen Design-Entwurf, der Blindtext und Layoutbilder enthält. Die Website bekommt ein Gesicht, aber hat noch keinen Inhalt.

Die technischen Webdesigner

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Du bekommst von einem Webdesigner mit Schwerpunkt Programmierung eine technisch einwandfreie Website, die alle funktionalen Anforderungen erfüllt. Ihn fragst du am besten, wenn es darum geht deine Website mit tollen Funktionen und „Schnick-Schnack“ (im positiven Sinne) auszustatten. Auch die responsive Anpassung auf allen Geräten ist für ihn kein Problem. Aber erwarte von einem Programmierer nicht unbedingt, dass er deiner Website einen ästhetischen Look verpasst. Sie denken eher an Funktionalität und Kompatibilität. Programmierer sind also super dafür geeignet, den zuvor angefertigten Entwurf vom Designer umzusetzen.

Die strategisch-analytischen Webdesigner

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Wenn du keine Ahnung von Konzeption, Positionierung und Branding hast, dann brauchst du einen Webdesigner mit Marketing-Verstand. Diese Spezies setzt sich mit der Zielgruppe auseinander, mit deinem Markt, deiner Einzigartigkeit und wie man deine potenziellen Kunden auf dich aufmerksam macht. Oft haben sie ein intuitives Gespür für gutes Design, aber sie können aber nicht selbst gestalten und programmieren.

Die wortgewandten Webdesigner

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Nun, wenn dich einer mit Worten einfangen kann, dann sind es gute Texter. Kurz, prägnant, aktiv und emotional. Sie treffen einfach den Kern. Es kommt hier schwer auf das Thema an. Wenn du Schulungen gibst zu Ionentechnologie, kannst du das Thema selbst sicher besser beschreiben. Der wortgewandte Webdesigner hilft dir, deine Texte so umzuschreiben, dass sie mit deiner Zielgruppe sprechen und nicht über sie. Oder dass die Texte nicht zu kompliziert klingen, trotz hohem Anspruch. Das ist eine hohe Kunst. Viele Webdesigner, die kreativ und marketingaffin sind, bringen diese Fähigkeit mit oder haben sie sich durch viel Übung angeeignet. Aber nur der Inhalt macht keine gute Website aus und verkauft unter Umständen auch nichts.

Aber überleg mal, du willst deine Website von einem Profi-Webdesigner erstellen lassen, musst aber unter Umständen vier verschiedene Webdesigner engagieren, damit du ein perfektes Ergebnis bekommst. Das macht es ziemlich kompliziert, langwierig und teuer. Du würdest wahrscheinlich auf die Suche nach einem Webdesigner gehen, der möglichst viele Fertigkeiten davon abdeckt.

Viele schauen aber auf die falschen Kriterien, und finden erst beim zweiten oder dritten Anlauf den richtigen Webdesigner, der zu einem passt.

Und so kommen wir nun zu den Eigenschaften, an denen du erkennst, ob ein Webdesigner gut ist oder nicht:

Die Website des Webdesigners verrät dir schon ganz viel über seine Arbeit.

  • Präsentiert der Webdesigner Beispiele für seine Arbeit?
  • Hat die Seite ein hochwertiges Look & Feel?
  • Gibt es gute Bewertungen und Kundenstimmen?
  • Wie ist seine/ihre Seite aufgebaut?

Neben diesen offensichtlichen Punkten, gewinnt man in einem persönlichen Gespräch alle weiteren wichtigen Erkenntnisse.

Darauf solltest du bei einem Webdesigner achten, um einen guten und passenden Webdesigner für dich zu finden:

  • Seine eigene Website muss ein Vorzeigeobjekt sein
  • Versteht er dein Produkt/ dein Unternehmen
  • Fragt er nach deiner Zielgruppe, deinen Produkten/Angeboten
  • Er muss nach dem Ziel deiner Website fragen
  • Er sollte dich mit Fragen löchern, um auch wirklich deine Perspektive und die deiner Kunden zu verstehen
  • Er darf keinen Ego-Trip fahren und sich selbst verwirklichen wollen, (er sollte schon deine Wünsche auch berücksichtigen, aber in erster Linie macht er die Website für deine Zielgruppe)
  • Gutes Netzwerk haben und auch offen darüber sprechen, an welcher Stelle er sich Hilfe holt (denn wie gesagt, es gibt selten einen Webdesigner, der alles kann)
  • Transparent über Kosten sprechen (welche Lizenzen kommen noch extra, welche Gebühren sind nicht inbegriffen etc.)
  • Er muss dich fragen, wer die Website pflegen und aktualisieren wird
  • Das Angebot sollte alle Projektschritte erklären und zeitlich festlegen
  • Hast du professionelle Fotos? (In der Regel wird dir jeder Webdesigner dazu raten professionelle Fotos von dir machen zu lassen und nicht nur Urlaubsbilder zu verwenden)
  • Nach Datenschutz und Impressum gefragt haben
  • er sollte auch fragen, wie du Kunden mit deiner Website gewinnst
  • ob du über Suchmaschinenoptimierung nachdenkst
  • wie deine Marketing-Maßnahmen aussehen
  • ob du den Traffic deiner Website analysierst

Diese Fragen solltest du stellen, um den richtigen Webdesigner zu finden:

  1. Welchen Input brauchst du von mir?
    Antwort: Alles, was du hast. Gibt es bereits Fotos und Texte von dir, dann brauch ich sie unbedingt. Solltest du Ideen gesammelt haben, vielleicht auf einem Moodboard o.Ä. dann bring das unbedingt mit ein. Hast du Beispiele von Websites, die dir gut gefallen oder gar nicht gefallen. Auch das ist wichtig, um einzuschätzen, welche Richtung wir einschlagen. Wenn etwas fehlen sollte, dann wird der Webdesigner das auch nochmal nachfordern nach Sichtung aller Daten. Ich gebe meinen Kunden immer Step für Step Aufgaben. Zum Beispiel noch persönliche Geschichten zu sammeln, die relevant sind oder ein paar Statistiken durchzuforsten.
  2. Wie oft werden wir uns treffen, wie oft bekomme ich einen Zwischenbericht?
    Er muss gewissenhaft arbeiten und dich in jeder Phase des Projektes transparent informieren, wo es gerade hängt oder gut läuft. Je nach Länge des Projektes macht es Sinn, sich alle 2 Wochen zu treffen oder wenn bestimmte Projektabschnitte erreicht sind.
     >>Ich verabrede mich mit meinen Kunden dafür über Zoom. Online gehen solche Termine super zu bewerkstelligen. Man kann den Bildschirm einfach teilen, um konkrete Dinge zu zeigen und zu besprechen.
  3. Wie sieht der Zeitplan aus, welche Projektschritte müssen wann erreicht sein?
    Ihr solltet möglichst schon vor der Unterschrift über den zeitliche Rahmen sprechen. So gibt es für beide Seiten ein klares Ziel. Am besten setzt man ein festen GO-Live-Termin. Das gibt dem Ganzen ein bisschen mehr Zunder. Auch wäre es super, wenn ihr bestimmte Schritte festlegt. Zum Beispiel: erster Entwurf Datum XY, Korrekturphase so und so lange, Testphase, Optimierung, Go-Live, Nachbesprechung usw.
    >> Meine Projekte dauern in der Regel zwischen 4 und 8 Monaten. Dabei lege ich immer einen festen Termin fest, wann die Seite fertig wird. Hier ist ein Beispiel von einem der letzten Projekte
  4. Phasenplan Website
  5. Was ist im Preis mit drin? Kommen noch zusätzliche Lizenzkosten oder Gebühren auf mich zu?
    In der Regel bekommst du ein Angebot oder eine Vertragsvereinbarung, wo die einzelnen Posten drinstehen und klar definiert sind. Manchmal müssen Webdesigner noch Lizenzen für Bilder, Vorlagen oder Grafiken einkaufen. Wenn du noch keinen Hoster und keine Domain hast, kommen hier eventuell auch monatliche/jährliche Kosten auf dich zu. Wenn das nicht im Vertrag/Angebot aufgeführt ist, solltest du nochmal nachhaken.
  6. Wie läuft die Korrekturphase ab?
    Korrekturen können zu einem schwierigen Thema werden. Wenn alles gut läuft und dir die Arbeit des Webdesigners gefällt, dann sollte alles passen. Kommt es deinerseits zu Korrekturwünschen, dann solltest du wissen, wie viele Korrekturen dir zustehen. In der Regel bekommst du einen neuen Entwurf, wenn dir der erste nicht gefällt. Ein dritter Entwurf muss meist extra vergütet werden. Inhaltliche Korrekturen kannst du theoretisch selbst vornehmen, wenn du mit dem Redaktionssystem vertraut bist. Und auch fit bist im Texten und der deutschen Rechtschreibung. Auf jeden Fall empfehle ich dir deine Website von einer dritten Person korrigieren zu lassen. Oft haben Webdesigner gute Leute an der Hand, die das Lektorat übernehmen können. Wenn man die Texte selbst erstellt und schon oft gelesen hat, ist man blind für Tipp- und Rechtschreibfehler.
    Es sollte auf jeden Fall ganz klar festgelegt sein, wie die Korrekturphase abläuft. Wer übernimmt welche Korrekturen. Und was ist noch im Rahmen an Korrekturzeit.
    >> Bei mir steht es im Angebot drin und ich spreche es im ersten Gespräch nochmals an, damit da keine Missverständnisse entstehen.
  7. Wie ist der Ablauf geplant?
    Auch solltest du wissen, wie der Webdesigner vorgeht. Zumindest den groben Plan sollte er mit dir besprechen. So weißt du, wo er eventuell deine Hilfe und Zeit benötigt.
  8. Wenn dir sonst noch etwas auf dem Herzen brennt – auch während der Projektphase – frag einfach! Es gibt keine dummen Fragen und der Webdesigner hat das gleiche Ziel wie du, nämlich das Beste aus deiner Website rauszuholen.

Ganz wichtig ist es auch zu vergleichen. Sprich mit mehreren Webdesignern, bevor du dich entscheidest. Überstürze die Entscheidung nicht. Auch Sympathie und Vertrauen spielen eine große Rolle. Auch Empfehlungen spielen eine Rolle, aber vertraue nicht blind darauf, dass der Webdesigner deiner Freundin auch zu dir passt.

Fazit:

Letztendlich musst du abwägen, worauf du am meisten Wert legst und ob du eventuell die ein oder andere Fertigkeit selbst schon mitbringst. Bist du selbst sehr kreativ und hast schon ein Bild im Kopf, wie deine Website ungefähr aussehen soll? Dann brauchst du wahrscheinlich keinen Webdesigner. Kannst du selbst programmieren oder zumindest eigenständig eine WordPress-Seite einrichten, dann brauchst du vermutlich keinen Programmierer. Fühlst du dich auf allen Gebieten nicht so fit, dann ist das auch nicht schlimm. Halte einfach Ausschau nach einem Webdesigner, der ein gutes Netzwerk oder gute Partner an der Seite hat. Oder du richtest dich direkt an eine Agentur, die den Full-Service anbietet. Hier gilt es aber auch die richtigen Fragen zu stellen.

>> Ich befürworte immer, dass man seine eigene Website selbst erstellt oder auf jeden Fall einen großen Teil dazu beiträgt. Sich dann aber Profis an die Seite holt, um das richtig zu machen. Der Vorteil ist einfach, dass die Persönlichkeit noch viel besser transportiert wird, wenn du deinen Stempel aufdrückst.

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Und lerne noch mehr darüber, wie man eine Website professionell aufbaut.

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