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Diese 6 Dinge machen eine Baukasten-Website professioneller

Hast du eine Baukasten-Website?

Dann hast du dich sicher auch aufgrund von einer dieser Aussagen überzeugen lassen:

  • Professionelle Website in nur wenigen Klicks erstellen. Einfach & kostenlos!
  • Homepage-Baukasten: Einfach. Professionell. Jimdo!
  • Professionelle Website, einfach gemacht. .. schlüsselfertige Lösung für Ihre professionelle Präsenz im Internet.
  • „In einer Stunde zu einer perfekten Webseite!“

Ich weiß, das klingt toll!

Aber kann man eigentlich die goldene Himbeere für „falsche Werbeversprechen“ auch an Dienstleister verleihen? Mensch, ich will gar nicht so gemein werden. Aber mich stört es einfach, dass diverse Anbieter suggerieren, eine Webseite sei schnell UND einfach erstellt. Naja, zumindest sagen sie nicht, dass eine GUTE Webseite in einer Stunde erstellt sei. Aber sie benutzen durchaus das Wort professionell im gleichen Atemzug. Und das kann ich auf keinen Fall so unterschreiben.

Diese Aussagen sind totaler Blödsinn und es gibt so viele, gerade gründende Unternehmer, die darauf reinfallen.

Leider. Das ärgert mich. Der Zeit- und Geldfaktor ist für einen Unternehmer schließlich das TOP-Argument! Er freut sich, wenn er sparen kann und auch noch Zeit gewinnt. Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Am Ende des Tages ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Warum?

Zu mir kommen oft Interessenten, die sich anfangs für eins dieser Baukasten-Systeme entschieden haben. Sie sind motiviert und erstellen eigenständig ihre erste Website. Schnell merken sie, dass es aber doch nicht so einfach geht, und schon gar nicht professionell aussieht. Irgendwann sind sie so genervt, dass sie entweder ihre Website einfach liegen lassen oder wenn es gut läuft, verzweifelt auf die Suche nach einem Webdesigner oder Programmierer gehen, der das für sie übernimmt. So oder so, haben sie bis dato vermutlich 30 bis 40 Stunden Arbeit reingesteckt und haben noch kein Ergebnis in Sicht.

(Und, erkennst Du dich gerade wieder?)

Das Dilemma an dieser Situation ist aber,

dass sie immer noch – obwohl sie nun selbst die Erfahrung gemacht haben, dass es nicht so ist – davon ausgehen, dass ein Webdesigner oder Programmierer auch schnell, einfach und günstig eine Website erstellen kann.

Sie haben es ja so suggeriert bekommen. Sie möchten es glauben. Und gehen deshalb mit dieser Erwartungshaltung auch auf die Suche.

Kurze Zwischenfrage!
Welche Preise rufst du für deine Dienstleistung auf? Wie viel qualitative und quantitative Arbeit würde bei dir für z.B. 8 Euro/Monat drin stecken?

Ein Kumpel von mir sagt immer: Wer billig kauft, kauft 2 Mal! Nun, den Rest darfst du dir jetzt selbst zusammenreimen.

Aber noch schlimmer finde ich die Aussage:

„In einer Stunde zu einer perfekten Website!“

Wie viele gute Texte kannst du in einer Stunde schreiben? Ich schaffe einen Textabschnitt! Wenn es gut läuft, zwei bis drei Textteile. Und ein intensives Website-Projekt dauert bei mir in der Regel 3 bis 6 Monate. Das sind geschätzt 60- 120 Stunden Arbeitszeit. Eine perfekte Website ist da nach einer Stunden noch lange nicht in Sicht.

Da frage ich mich also: Was genau definieren diese Anbieter mit „Webseite“? Und ich komme zu dem Eindruck, dass das reine Skelett der Website gemeint ist. Die Plattform, die den ganzen Inhalt trägt. Nicht mehr und nicht weniger. Aber so sagt es niemand. Das ist nicht reißerisch genug. Trifft keine Traumvorstellung.

Das Grundgerüst mag vielleicht in einer Stunde stehen. Da muss aber jemand schon sehr affin sein und nicht das erste Mal an so einem System sitzen. Verschwiegen oder zumindest nicht gesagt wird, dass man viel Zeit davor und danach aufbringen muss. Man muss:

  • eine Zielgruppe genau definieren,
  • dein Angebot verständlich und prägnant auf den Punkt bringen
  • Eine sinnvolle, der Kundenreise entsprechende, Seitenstruktur aufbauen
  • Texte ausformulieren und korrigieren
  • Referenzen sammeln
  • Fotos machen lassen oder in der Datenbank finden
  • Farben und Schriften aussuchen
  • Überlegen, welchen Einfluss deine Marketingstrategie auf deine Webseite hat
  • Geschweige denn rechtliche Aspekte wie Impressum, Datenschutz und DSGVO berücksichtigen

Und da fallen mir noch zig andere Dinge ein, die du schon vor dem Erstellen einer Webseite erledigen musst.

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Für mich ist das mittlerweile Routine und ich mache es wirklich gerne. Jemanden, der das zum ersten Mal im Leben macht, kostet es Zeit, viel Schweiß und Nerven und vielleicht den ein oder anderen Tobsuchtsanfall. Wenn man nicht weiß, wie es richtig geht.

Bei einem Baukasten-System überspringt man nur den „lästigen“ Technik-Kram, vor dem die meisten Respekt haben. Entscheidend ist aber, dass die eigentliche Arbeit nicht in der Technik steckt, nicht im System der Website. Sondern im Inhalt und der richtigen Struktur.

Das ist das, was nach „Deine Webseite ist in einer Stunde fertig“, kommt.

Was ich damit sagen möchte. Eigentlich müssten die Slogans dieser Anbieter völlig anders lauten. Sie dürften sagen, dass sie die Umsetzung erleichtern oder, dass man als Laie ein technisches Werkzeug an die Hand bekommt, um eine Website aufzubauen. Aber sie dürften niemals suggerieren, dass man eine perfekte Website bekommt. Eine perfekte Website resultiert aus einem guten Konzept und vielen anderen Punkten, die eine Baukasten-Website nicht einfach so mit einem Klick mitbringt.

Und letztendlich ist es egal, ob man eine Baukasten-Website, eine WordPress-Website oder eine individuell programmierte Website hat. Wenn du kein richtiges Konzept hast und deine Website kein Ziel hat, dann ist sie nicht professionell.

Was solltest du also tun, um aus deiner (bestehenden) Baukasten-Website eine professionelle Website zu machen?

Folgende 6 Dinge machen deine Baukasten-Website so professionell, wie andere Websites:

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Nutzerzentrierung:

Ein Website-Besucher kommt mit einem bestimmten Suchziel auf deine Website – sei es, um ein Bedürfnis zu befriedigen oder ein Problem zu lösen. Was ist das Bedürfnis deiner Zielgruppe? Welches Problem möchte sie gelöst haben? Arbeite genau das heraus, und richte deine ganze Struktur darauf aus. Das begünstigt, dass der Website-Besucher leicht und verständlich die Lösung findet, die er sucht.

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Orientierung:

Führe deine Website-Besucher souverän durch deine Website. Er muss jederzeit wissen, wohin er navigieren kann, wo er ist und woher er kommt.

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Alleinstellungsmerkmal und Mehrwert:

Sag mir wer du bist, was du machst, was du kannst! Und das möglichst prägnant auf den Punkt. Es ist wichtig, dass du über die Gestaltung deiner Website deine Werte transportierst. Und dein Angebot ansprechend präsentierst. Dabei solltest du auch vermitteln, warum du oder dein Produkt besonders oder anders ist.

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Call-to-Action:

Auch wenn du alle Aspekte perfekt konzipiert hast, muss du den abschließenden Schritt noch überzeugenden und prägnanter gestalten. Deine Website-Besucher sollten die von dir gewünschte Aktion ausführen wollen. Zum Beispiel: Kontakt aufnehmen, Produkt kaufen, Angebot anfragen, Newsletter abonnieren etc.

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Usability und User-Experience:

Die richtige Balance zwischen interessantem Design, funktionaler Gestaltung sowie spielend leichtgängiger Performance ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Website. Achte darauf, dass sich deine Website-Besucher zu keiner Zeit anstrengen müssen, um deine Website zu bedienen oder zu verstehen. Prüfe z.B. die Ladezeiten deiner Seiten und schau, ob auch wirklich alle Links funktionieren.

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Vertrauen:

Zeig deinen Website-Besuchern, dass sie dir vertrauen können. Je risikobehafteter die Handlung ist, die deine Besucher auf der Website ausführen müssen, desto mehr Vertrauen musst du zu ihren aufbauen. Ein positiver Gesamteindruck, qualitativ hochwertige Inhalte, Referenzen oder Garantien und die Einhaltung der anderen 5 Punkte erleichtern dir diesen Schritt.

Eine Baukasten-Website erleichtert durchaus den Einstieg in der Umsetzung einer Website. Und kann sogar, wenn man diese 6 Dinge berücksichtigt, ein professionelles Ergebnis damit erreichen.

Das eigentliche Problem liegt aber darin, dass Baukasten-Anbieter eine falsche Erwartungshaltung in den Konsumenten schüren, in dem sie die Planung und das Konzept einer Website komplett unerwähnt lassen. Stattdessen fokussiert sich alles auf die Umsetzung. In einer Stunde zu einer perfekten Website ist reine Fiktion und sollte meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang als Slogan verboten werden.

Mein Tipp: Möchtest du deine Website auf jeden Fall selbst erstellen  (wozu ich auch oft raten würde) dann sollte dein Weg so aussehen: Erarbeite erst dein Konzept für die Website. Wie das geht, kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen. 

Noch besser wäre es, du erarbeitest dein Konzept gemeinsam mit einem Profi oder lässt es für dich erstellen. Dabei helfe ich dir gerne bei einem individuellen Coaching. 

Wenn du ein gutes und professionelles Konzept in der Hand hast, ist es letztendlich egal mit welchem System du deine Website umsetzt. Alles steht und fällt mit dem richtigen Inhalt und der Struktur. Und scheitert nicht an der falschen Technik.

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